Nie mehr vergessen zu lüftenImmer gesunde Luft dank kontrollierter Wohnraumlüftung

Mit dem Lüften ist es manchmal wie mit dem Trinken: Wir wissen, dass unser Körper Flüssigkeit braucht, haben immer eine Wasserflasche griffbereit, aber oft trinken wir dann doch zu wenig. Genauso ist uns bewusst, dass frische Luft uns guttut, und trotzdem vergessen wir hin und wieder, das Fenster zu öffnen. Mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung kann das nicht mehr passieren – und die Fenster bleiben zu.

Kontrollierte Lüftungsanlagen sorgen jederzeit und vollautomatisch für genügend Sauerstoff und ein angenehmes Raumklima. Außerdem filtern sie beim Lüften Schadstoffe, Insekten und Allergene heraus. Die frische Luft wird also noch gesünder. Darüber hinaus schützt das System Ihre Innenräume effektiv vor Feuchteschäden und Schimmelbildung. Das steigert den Wert Ihrer Immobilie und erhöht den Komfort.

Unkontrolliert oder kontrolliert lüftenWo liegt der Unterschied?

Schlechte Luft? Fenster öffnen. Diese Schlussfolgerung klingt erstmal logisch. Aber es geht auch ohne – Als Fachleute unterscheiden wir grundsätzlich zwei Arten von Wohnraumlüftung: die unkontrollierte und die kontrollierte Wohnraumlüftung.

Fenster wird geöffnet.
Fenster auf

Unkontrollierte Wohnraumlüftung

Das klassische Lüften mithilfe der Fenster, über Lüftungsschächte und Fugen, nennen wir im Fachjargon unkontrollierte Wohnraumlüftung. Die Bezeichnung rührt daher, dass hier keine technischen Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Das hat Nachteile: Bei nassem Wetter regnet es u. U. rein, an heißen Tagen kommt warme Luft ins Haus, im Winter verlieren wir an Heizwärme. Auch Lärmbelastung ist ein Thema.

Lichtdurchfluteter luftiger Wohnraum.
Fenster zu

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Frische Luft durch technische Hilfsmittel: Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung kümmert sich ein spezielles System um den Luftaustausch im Haus. Diese automatischen Lüftungsanlagen werden immer beliebter – erst recht seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2020. Es sieht vor, dass neue Gebäude luftundurchlässig gebaut werden. Die klassische, unkontrollierte Wohnraumlüftung kommt daher oft nicht mehr in Frage.

Funktionsweise: Zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen

Kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt ganz automatisch für frische Luft im Gebäude. Wie sie das aber genau tut, ist unterschiedlich. Grundsätzlich lassen sich moderne Lüftungsanlagen in zwei Kategorien einteilen: zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen.

Mechanische Belüftungseinheit zur Wärmerückgewinnung an der Wand.
Überall frische Luft

Zentrale Wohnraumlüftung

Ein einzelnes Lüftungsgerät sorgt für optimale Luftzirkulation im ganzen Haus. Es steht im Keller, im Haustechnikraum oder auf dem Dachboden und bringt über ein Luftkanalsystem frische Luft in die einzelnen Räume. Die notwendigen Rohre sind in Decken, Wänden und Fußböden versteckt. Entsprechend macht es Sinn, ein zentrales Lüftungssystem direkt beim Neubau einzuplanen.

Modernes Wohnraum-Belüftungssystem an der Außenwand.
Punktuell frische Luft

Dezentrale Wohnraumlüftung

Jeder Raum, der eine automatische Frischluftzufuhr erhalten soll, bekommt ein eigenes Lüftungsgerät. Sie benötigen daher kein Luftkanalsystem und sparen sich die aufwendige Installation bzw. Nachrüstung. Das kommt besonders Besitzern von Alt- und Bestandbauten zugute, die nicht auf eine kontrollierte Wohnraumlüftung verzichten möchten. Dezentrale Lüftungsanlagen sind außerdem deutlich günstiger.

Wichtige Fragen und Antworten zur kontrollierten Wohnraumlüftung

Sie bauen ein Haus und interessieren sich für eine Lüftungsanlage? Oder planen Sie eine Nachrüstung? Sicher haben Sie viele Fragen. MEISTER DER ELEMENTE sind bestens informiert. Die häufigsten Fragen unserer Kunden haben wir hier für Sie übersichtlich aufbereitet.

  • Seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2020 gelten strengere Richtlinien für neue Gebäude in Sachen Energieeffizienz und Dämmung. Der § 13 legt konkret fest, dass Häuser luftundurchlässig gebaut werden müssen, um Wärmeverluste zu vermeiden. Gleichzeitig ist laut DIN 1956-6 ein Mindestluftwechsel einzuhalten. Es braucht also ein Lüftungskonzept – und das macht für viele Bauherren eine Anlage zur kontrollierten Wohnraumlüftung unausweichlich.

  • Wie oben erläutert, gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Lüftungsanlagen. Zentrale Systeme können z. B. im Keller, auf dem Dachboden oder auch in einem Abstellraum aufgestellt werden. Am besten wählen Sie einen Standort, von dem aus alle Zimmer mit möglichst kurzen Luftrohren zu erreichen sind. Wichtig ist zudem eine gute Zugänglichkeit für Filterwechsel und Wartungsarbeiten. Bei Anlagen mit Wärmetauscher ist eine frostfreie Abwasserleitung für das Kondensat nötig. Dezentrale Lüftungsanlagen installieren wir für Sie immer am bzw. im zu lüftenden Raum. Gemeinsamkeiten zwischen zentralen und dezentralen Systemen gibt es bei der Luftaufnahme: Sie sollte am besten nicht im Bereich von Garagen, Hauptverkehrsstraßen oder in Bodennähe stattfinden, um Verunreinigungen zu vermeiden. Auch die Windrichtung spielt beiden Gerätetypen eine Rolle.

  • Damit Ihr Lüftungssystem optimal arbeitet und seine volle Wirkung entfalten kann, müssen Sie die Filter der Anlage einmal jährlich reinigen bzw. erneuern. Alle zwei Jahre steht eine fachgerechte Wartung vom Experten an. Achten Sie außerdem auf eine saubere Luftaufnahme bzw. Ausblasöffnung.

Die Vor- & Nachteileder kontrollierten Wohnraumlüftung

  • Nachteil-Icon
    Sie haben immer frische, gesunde Luft zuhause
  • Nachteil-Icon
    Sie müssen zum Lüften nicht mehr die Fenster öffnen
  • Nachteil-Icon
    Dank der geschlossenen Fenster ist Ihr Haus sicherer und Ihre Innenräume leiser
  • Nachteil-Icon
    Sie haben keine Probleme mehr mit Zugluft in Innenräumen
  • Nachteil-Icon
    Sie schützen Ihre Immobilie vor Feuchtigkeits- und Schimmelschäden
  • Nachteil-Icon
    Durch den geringeren Wärmeverlust sparen Sie Heizkosten
  • Nachteil-Icon
    Geräte mit sog. "Sommer-Bypass" kühlen Ihre Räume in der heißen Jahreszeit
  • Nachteil-Icon
    Ihre Anlage filtert Schmutz, Insekten und Allergene aus der Außenluft
  • Nachteil-Icon
    Nach einmaligem Einstellen arbeitet Ihre Lüftungsanlage selbsttätig
  • Vorteil-Icon
    Sie müssen die Anschaffungs- und Installationskosten stemmen
  • Vorteil-Icon
    Auch Betriebskosten, z. B. für Strom, müssen Sie einkalkulieren
  • Vorteil-Icon
    Eine Nachrüstung im Bestandsbau ist mitunter sehr aufwendig
  • Vorteil-Icon
    Ihre Anlage benötigt regelmäßige Wartungen vom Fachmann
  • Vorteil-Icon
    Im Winter kann Ihre Innenluft zu trocken werden

WAS KOSTET EINE KONTROLLIERTE WOHNRAUMLÜFTUNG?

Eine konkrete Zahl können wir Ihnen an dieser Stelle leider nicht nennen, denn die Kosten für eine Lüftungsanlage sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Ein grober Richtwert für eine zentrale Wohnraumlüftung in Neubauten liegt bei rund 2,5 Prozent der Gesamtbaukosten. Bei einer dezentralen Anlage ist die Anzahl zu belüftender Räume ausschlaggebend. Allgemein gilt, dass die Installation einer zentralen Lüftungsanlage in Alt- und Bestandsbauten häufig eher unwirtschaftlich ist, weil dabei aufwendige und damit teure Umbaumaßnahmen nötig würden. Hier ist ein dezentrales System meist die bessere Wahl. Dieses ist deutlich günstiger.

Eine kompetente und bedarfsorientierte Planung ist die Grundlage, um die Kosten für eine Lüftungsanlage im Blick zu behalten. Nutzen Sie unsere weitreichende Expertise: MEISTER DER ELEMENTE beraten Sie von Beginn Ihres Vorhabens an fair und versiert. Sprechen Sie uns an – wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!

Finden Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner

Mit über 500 Markenbetrieben in Deutschland und Österreich ist MEISTER DER ELEMENTE die Kompetenzmarke für Handwerk in den Bereichen Bad, Heizung und Haustechnik. Finden Sie jetzt Ihren Ansprechpartner vor Ort, der Sie sachkundig berät und tatkräftig unterstützt!

Werden Lüftungsanlagen staatlich gefördert?

Lüftungsanlagen helfen beim Klimaschutz. Daher fördert der Staat sowohl deren Einbau als auch den Austausch und die Optimierung. Allgemein gibt es Förderungen für Systeme mit und ohne Wärmerückgewinnung, Mittel für eine energetische Sanierung aber nur für Anlagen mit dieser Funktion. Außerdem müssen Sie eine fachgerechte Planung nachweisen. Sie brauchen also ein Lüftungskonzept vom Profi – wir unterstützen Sie sehr gerne!

Luftwärmepumpe an modernem Wohnhaus.
Bestands- & Altbau

Lüftungsanlage steigert Komfort und Immobilienwert

 

Wenn Sie eine Lüftungsanlage im Bestandsbau installieren möchten, winken Ihnen staatliche Förderungen, sofern das System das ganze Gebäude oder zumindest alle genutzten Einheiten versorgt. Ob Sie ein zentrales oder dezentrales System einsetzen, spielt dabei keine Rolle. Für die Installation als Einzelmaßnahme gibt es Zuschüsse von mindestens 15 Prozent, die anrechenbaren Kosten betragen 30.000 Euro pro Wohneinheit. Bei einer weitreichenderen Renovierung mit Sanierungsfahrplan können Sie sogar 20 Prozent erhalten. Anrechenbar sind dann bis zu 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Techniker bei der Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage
Neubau

Maximaler Wohnkomfort bei Ersteinzug

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) stellt Fördermittel für Lüftungsanlagen im Neubau bereit. Wenn Sie ein Effizienzhaus mit Nachhaltigkeitszertifikat und besonders niedrigen Emissionen bauen oder kaufen, können Sie besonders zinsgünstige Kredite beantragen und dabei sämtliche Kosten anrechnen lassen.

 


 

Berechnen von Kosten
Effizienzhaus-Sanierung

Nachhaltiger Hausumbau mit Lüftungsanlage

Sie möchten ein Gebäude zum Effizienzhaus umbauen und dabei eine Lüftungsanlage installieren? Dann winken Ihnen Mittel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Dabei gilt: Je energieeffizienter Ihr Haus wird, desto höhere Kredite und Tilgungszuschüsse werden gewährt. Für Effizienzhausstufe 85 ist eine Förderung von maximal 120.000 Euro je Wohneinheit möglich. Mit Erreichen einer Erneuerbare-Energien-Klasse erhalten Sie bis zu 150.000 Euro. Der Tilgungszuschuss steigt mit jeder Klasse um fünf Prozent.

Als Besitzer eines sog. Worst-Performing-Buildung (WPB) – einem der 25 Prozent energetisch schlechtesten Gebäude in Deutschland – können Sie sich über einen weiteren Zuschuss von 10 Prozent freuen. Mit einer seriellen Sanierung gibt es 15 Prozent extra. Für WPB und serielle Sanierung zusammen winken Ihnen sogar 20 Prozent mehr.